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Ein Plädoyer gegen Gangster-RAP/Fake-HIP-HOP: Kein Vorbild für die Schwarze Jugend [B-CAIMAN-MusiKA-TV]

Ein Plädoyer gegen Gangster-RAP/Fake-HIP-HOP: Kein Vorbild für die Schwarze Jugend

von Jean-Baptiste Pente

Der heutige RAP, insbesondere der US-Amerikanische, ist eine Abartigkeit. Die kulturelle, politische und ökonomische Wiedergeburt Afrikas und seiner Völker wird es nur möglich werden, wenn wir es schaffen, unser Image, besser gesagt, unsere Medien [Filme, Musik, Kunst, Tänze, Kultur, Geschichtsschreibung etc.] zu kontrollieren. Wir Afrikaner rund um den Globus sind aus Naivität am meisten Opfer kultureller Vergewaltigungen und Diebstahls. Ein kritischer Blick auf unsere Geschichte zu werfen, ist hier sehr lehrreich und beängstigend zugleich, denn diejenigen, die uns unserer Kunst, Religionen und Wissenschaften seit Jahrtausenden berauben, sind die Gleichen, die durch monströseste Rassentheorien unsere Humanität bis heute negiert haben.

Als die RAP-Musik in den 70er und 80er Jahren noch an ihrem Anfang war, war sie "underground" und bewußt. Die RAP -und HIP-HOP-Bewegung hatten ein sehr hohes Aufklärungspotential, das mit positiven, politischen und revolutionären Botschaften bestückt war. Diese neue Erfindung der zu den "verdammten der Erde" gemachten kraushaarigen Völker und mit den aus ihr katapultierten Befreiungsbotschaften waren für das rassistische Establishment eine große Gefahr. Denn das was viele jungen Schwarzen nicht in Schulbüchern lesen durften oder konnten, konnten sie durch Videoclips und deren Botschaften vertraulich erfahren. Das "weisse" Establishment ging gegen diese Musikform kompromisslos vor, wie die FBI(durch Cointel Pro) damals gegen die Blackpower-Bewegung und selbstbewußte Schwarze Organisationen vorging. Sie diabolisierten ihre Pioniere wie "Public Enemy", "Afrika Bambaataa" etc. und nutzten alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aus, um eine Pseudo-RAP-HIP-HOP-Bewegung zu fördern. Der starke Melaningehalt der neuen künstlich erzeugten Bewegung musste auch massiv abgeschwächt werden, um später auch die Paternität dieser Musik den Schwarzen streitig zu machen.(...der JAZZ wird sogar bei manchen nicht als rein-schwarzer Herkunft angesehen. Einer behauptete sogar, er sei eine "weisse" Erfindung.)




Diese neue Pseudo-RAP-HIP-HOP-Bewegung (mit oberflächlichen und untalentierten Schwarzen an der Spitze), die wir oft ironisch als die neue selbstmörderische und anti-schwarze Religion à la sogenannte offenbarte Religionen(Judentum, Christentum und Islam) abqualizieren, verkörpert alle westlichen Perversitäten(Sexismus, oberflächliche Sex-Kultur [Frauen als Sex -und Spielobjekte wie im alten Griechenland, wobei der gute, wahre Sex nur unter Männern stattfand ], übersteigerter Materialismus, Kultur des Scheins als Seins, Geldkult, Mafia-Attitüde, Waffengewalt, Beherrschung der Kunst der Manipulation, archaisches Patriarchat, Pseudo-Rationalismus etc.). Die Pseudo-RAP-HIP-HOP-Branche mit der Dealer-Manier boomt, und wir Schwarzen sind hier erneut die Verlierer, weil wir viele skrupellose Kollaborateure in unserer eigenen Reihe haben. Die BET (Black Entertainment Television) gehört leider zu diesen oben genannten skrupellosen Kollaborateuren, denen jede afrikanische Ur-Ethik, Selbstfindung (Maat, iret her Sakhu) ein Fremdwort ist.

Es ist jedenfalls höchste Zeit, die größte Probleme der Schwarzen Völker als KULTURELL zu identifizieren (wie Prof. Cheikh Anta Diop bereits vor gut 50 Jahren diagnostizierte... ). Wir haben durch Jahrhunderte anti-schwarze Propaganda verlernt, unsere Kultur (Kunst, Religion, Geschichte, geistige und materielle Produktionen etc.) zu schätzen, zu schützen und zu pflegen. Wir entschuldigen oft diese Dummheit mit einem Pseudo-Universalismus, der in Wahrheit nur ein eurozentristisches Taschentrickspiel ist.

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Sprache: Englisch

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